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GOTTFRIED KIRCHHOFF

1685-1746

wurde in Mühlbeck bei Bitterfeld geboren. Er gehörte ebenso wie der gleichaltrige Händel zu den Schülern Friedrich Wilhelm Zachows. Der Hof des Herzogs Philipp Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, und die Kirche St. Benedikt in Quedlinburg waren die ersten Wirkungsbereiche, bis Kirchhoff 1714 zum Nachfolger seines Lehrers berufen wurde. Damit war er Organist an der Halleschen Marktkirche und Director musices der Stadt. Gleichzeitiger Bewerber um das Amt war Johann Sebastian Bach. In der Amtszeit Kirchhoffs wurde im Jahre 1716 die von Christoph Cuntzius erbaute neue Orgel der Marienkirche eingeweiht, Orgelprüfer waren neben Bach Johann Kuhnau aus Leipzig und Christian Friedrich Rolle aus Quedlinburg. Kirchhoff selbst komponierte hierfür zwei Solokantaten. Im Alter von 61 Jahren starb er in Halle. Kirchhoffs Sohn Gustav Friedrich wurde nach einem begonnenen Medizinstudium ein in ganz Europa bekannter Harfen-Virtuose und Komponist von Harfenmusik.