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REINHARD KEISER

1674-1739

Reinhard Keiser – „das vielleicht größte Original-Genie, das Deutschland jemals hervor gebracht hat“ (Johann Adolf Scheibe, 1773) wurde in Teuchern geboren. Nach erstem Unterricht in seiner Heimatstadt, besuchte er ab 1685 sieben Jahre lang die Leipziger Thomasschule und war hier Schüler des Thomaskantors Johann Schelle. Nach seiner Anstellung als Hofkomponist in Braunschweig wurde er 1697 Kapellmeister der Hamburger Oper am Gänsemarkt. Dort hat er bis 1717 das Operngeschehen dominiert. Großen Einfluss hatte Keiser auf den jungen Georg Friedrich Händel, der, gerade achtzehnjährig, 1703 nach Hamburg übersiedelte und im Opernorchester Dienst tat. Unzählige Spuren Keiser‘scher Musik sind in Händels Œuvre zu finden. 1728 übernahm Reinhard Keiser das Amt des Domkapellmeisters, welches zuvor Johann Mattheson innehatte.