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JOHANNES HANNEMANN

1902-1945

Geboren in Stolp (heute Słupsk) wirkte er als Solocellist und Konzertmeister am Danziger Staatstheater. In Leipzig studierte er von 1919-21 bei Sigfrid Karg-Ehlert Komposition und Cello bei Julius Klengel. Er galt als einer der talentiertesten und hoffnungsvollsten jüngeren Komponisten. Nach der Eroberung Danzigs durch die Rote Armee wurde Hannemann verhaftet und gilt seitdem als vermisst. Auf einer Kulturkundgebung im Staatstheater Danzig erhielt Hannemann 1939 den Preis für Musik und zwar für sein Oboenkonzert und seine Orgelsinfonie. Schon früh hatte er sich mit buddhistischen Studien beschäftigt, erst das Werk Georg Grimms aber befriedigte seine religiös-philosophischen Anforderungen. Hannemann schrieb 1942/43 ein Konzert für Orgel, zwei Trompeten und Streichorchester in d-Moll. Es sollte ursprünglich im Berliner Dom uraufgeführt werden. Dazu jedoch kam es nicht mehr. Der Krieg machte alle Pläne zunichte. Zahlreiche Werke befinden sich heute in der Musiksammlung der Staatsbibliothek Berlin und harren der Wiederaufführung.