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KONRAD VON WÜRZBURG

um 1220-1287

Die Meistersinger des ausgehenden Mittelalters würdigten Konrad von Würzburg als einen der Zwölf alten Meister, durch deren Kunst sich der Meistersang begründet haben soll. Noch bis ins 17. Jahrhundert hinein wurden seine Töne gespielt und gesungen. Er stammte aus einer bürgerlichen Familie der Stadt Würzburg, reiste als fahrender Sänger umher und ließ sich schließlich in Basel nieder. Dort knüpfte er enge Kontakte zu einflussreichen Patriziern und Bürgern, in deren Auftrag er neben kleineren lyrischen Werken auch umfangreiche legendenhafte, geistliche und historische Erzählungen wie z.B. der Trojanerkrieg verfasste. Seine Lieder sind leicht und gefälliger als die seiner Zeitgenossen, mit einer Vorliebe für raffinierte Reimkunst.
Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen war für Konrad die Kunst etwas Gottgegebenes, die ihrer selbst Willen da ist – unabhängig davon, ob sie Gefallen findet, oder nicht. Diese Idee stand der tradierten Auffassung gegenüber, nach welcher Kunst als ein Teilgebiet der sieben freien Künste – der septem artes liberales – eine erlernbare Disziplin darstellte.