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JOHANN GOTTLIEB NAUMANN

1741-1801

Geboren in Dresden. Möglicherweise gehörte die Kreuzschule zu seinen Ausbildungsstätten. Zahlreiche Reisen – anfangs als Begleiter des schwedischen Geigers Weeström – führten Naumann über Hamburg nach Italien, u.a. nach Rom, Neapel, Padua. Zu seinen Lehrmeistern zählten Giuseppe Tartini und Johann Adolf Hasse. In Bologna ebnete ihm der einflussreiche Giovanni Battista Martini die Wege für die Opernbühne Venedigs. Infolge einer am sächsischen Hof in Dresden eingereichten Kirchenkomposition wurde Naumann schon mit 23 Jahren zum kurfürstlich sächsischen Hofkirchenkomponisten in seiner Heimatstadt ernannt. Ein Jahr später avancierte er zum Kammerkomponisten, um nach einem weiteren Italienaufenthalt Königlich sächsischer Kapellmeister zu werden, ausgestattet mit einem fürstlichen Gehalt und vielen persönlichen Freiheiten. Naumann gastierte in Berlin und wurde 1777 nach Stockholm berufen zwecks Umgestaltung der dortigen Hofkapelle. Naumann starb in Dresden. Er hinterließ ein umfangreiches Œvre an Vokal- und Instrumentalmusik, von dem aber nur ein geringer Teil im Druck erschien.