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OTTO CARL ERDMANN VON KOSPOTH

1753-1817

Drei Jahre vor Mozart in Mühltroff, einem Ort im Vogtland, geboren, gehörte Erdmann von Kospoth zu den typischen Vertretern musikbegabter Adliger. Schon frühzeitig entfaltete der spätere preußische Kammerherr ein ausgedehntes Interesse an den verschiedensten Wissenschaften. Sein Studium absolvierte er in Leipzig und folgte dann einer Berufung an den Hof Friedrich II. nach Potsdam in das Amt des königlich-preußischen Kammerherrn. Sein Können als Violin- und Cellospieler und sein Talent zur Komposition verschafften ihm eine herausragende Stellung im illustren Kreis des musikbegeisterten Königs. Die Mitwirkung an den königlichen Konzerten spricht für die Gunst seitens des Monarchen. Etliche seiner Opern kamen am Hof zur Aufführung. Auf einer ausgedehnten Italienreise konnte er sich einer regen Resonanz auf seine zahlreichen Kompositionen erfreuen. Später ließ sich Kospoth bei Mühltroff ein Lustschloss im italienischen Stil errichten. Hier kam er letztlich verarmt –in den Flammen seines brennenden Schlosses um.