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JOHANN PAUL VON WESTHOFF

1656-1705

zählte zu Lebzeiten mit Heinrich Ignaz Franz Biber und Johann Jakob Walther zu den führenden Violinisten. Sein Stil ist durch Walther beeinflusst, mit dem er mehrere Jahre in der Dresdner Hofkapelle wirkte. Da Westhoff während mehrerer Jahre wie Johann Sebastian Bach auch am Hof von Sachsen-Weimar tätig war und dieser folglich Westhoffs Werk kennen musste, gelten die Sonaten für Violine ohne Bass von 1696 als wichtige Vorläufer der gleichartigen Sonaten und Partiten Bachs. Reisen führten ihn 1679 nach Schweden und ins Baltikum, sowie 1684 nach Italien, Frankreich, die Niederlande und England. Auch unterrichtete Westhoff neuere Sprachen an der Universität Wittenberg. 1699 kam er als Kammersekretär, Kammermusikus und als Sprachmeister für Französisch und Italienisch an den Hof von Weimar.