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Franz (Frantisek) Benda

1709-1786

geboren im böhmischen Staré Benátky, erhielt die musikalische Ausbildung von seinem Vater, der Hackbrett, Oboe und Schalmei spielte, sowie vom örtlichen Kantor. Zunächst Vokalist am Jesuitenkloster und Schüler des Jesuiten-Kollegiums in Prag, floh er 1719/20 nach Dresden, wo er Kapellknabe wurde und sein Violin- und Bratschenspiel vervollkommnete. Zurück in Böhmen, trat er den Jesuiten in Prag bei. 1726-29 diente er als Violinist in verschiedenen Herrenhäusern in Wien, floh dann nach Warschau und wirkte als Konzertmeister in der königlichen Kapelle Augusts des Starken. Nach dessen Tod 1733 kam Benda über Dresden nach Ruppin und trat in den Dienst des preußischen Kronprinzen Friedrich Hohenzollern, dem er bis an sein Lebensende verbunden blieb. Daher wirkte er auch in Rheinsberg und nach Friedrichs Krönung 1740 in Potsdam. Er unternahm mehrere Konzertreisen, u.a. nach Dresden, Rudolstadt, Weimar und Gotha. Noch in Ruppin nahm er Kompositionsunterricht bei den Brüdern Johann Gottlieb und Carl Heinrich Graun. Er hinterließ mehrere Sinfonien, Violin- und Flötenkonzerte, Sonaten und Kammermusik. Benda verstarb in Nowawes bei Potsdam.