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Georg Anton (Jií Antonín) Benda

1722-1795

geboren im böhmischen Staré Benátky, erhielt er die gleiche musikalische Ausbildung wie seine Brüder, Franz und Johann Georg. Ab 1735 besuchte er das Piaristen-Kollegium in Kosmonosy und das Jesuiten-Kollegium in Jicín, wo er u.a. in Musik, Dekla­ma­­tion und Redekunst unterrichtet wurde. Während des schle­sischen Krieges 1742 durch Friedrich II. von der Leib­eigen­schaft befreit, emigrierte er mit Familie nach Potsdam bzw. Berlin und wurde königlicher Kammermusicus (Violinist), Cembalist und Kor­repetitor in der Hofkapelle. 1750 bekam er den Hofkapell­meisterposten in Gotha und 1770 den Titel Kapell­direktor. 1778 gab er seine Stelle auf und erhielt eine lebenslange Pension. Er zog sich aus Gotha in kleinere Orte zurück, ging aber auf Reisen u.a. nach Hamburg, Mannheim, Heidelberg, Berlin, Wien und Paris. Zuletzt lebte er in Köstritz, wo er verstarb. Sein kompositorisches Schaffen beschloss er 1792 mit der Kantate Bendas Klagen. Zu seinem umfangreichen Opus gehören Melo­dramen, Schauspiel­musiken, geistliche und weltliche Vokal­werke sowie nahezu alle Gattungen der Instrumentalmusik.