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Hugo Distler

1908-1942

geboren in Nürnberg, studierte 1927-31 Orgel und Komposition in Leipzig. Durch Vermittlung seines Orgellehrers und Thomas­kantors Günther Ramin wurde er Organist an der Lübecker Jakobi­kirche und seit 1933 Dozent am Staatskonservatorium. 1937-40 war er Kompositions- und Orgellehrer sowie Chorleiter an der Stuttgarter Musikhochschule. Die gleichen Ämter übernahm er dann an der Berliner Musikhochschule sowie 1941 die Leitung des Domchors. In den Kreisen der protestantischen Kirchenmusik ge-hörte Distler, Vertreter des zeitgenössischen Chorstils, zu führen-den Persönlichkeiten, von den NS-Machthabern wurden jedoch seine Kompositionen, insbesondere die Weihnachtsgeschichte (1933, gewidmet dem „Volk, so im Finstern wandelt“) und das als „entartet“ verurteilte Cembalokonzert op. 14 verfemt. Folglich wähl­te Distler den Freitod.