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Hanns Eisler

1898-1962

wurde in Leipzig geboren und wuchs in Wien auf. Als musikalischer Autodidakt studierte er dort seit 1919 Komposition und Kontrapunkt, nahm Klavierunterricht und wurde Privatschüler Arnold Schönbergs. Ab 1921 gab er im Wiener Verein für volkstümliche Musikpflege musikalischen Grundunterricht für Arbeiter. 1925 übernahm Eisler einen Lehrauftrag am Berliner Konservatorium und begann mit dem Gegenentwurf zum herkömmlichen bürgerlichen Konzertbetrieb, den er in der Agitprop (nach dem sowjetischen Vorbild), im Theater und Sängerbewegung suchte. Politisch
und künstlerisch war er seit dem Ende der 1920er Jahre der engste Weggefährte Bertolt Brechts. Nach Hitlers Machtergreifung lebte und arbeitete Eisler im europäischen Exil und 1938-48 in den USA. Nach kurzem Wiener Aufenthalt lebte er seit 1949 in der DDR, wurde Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Künste und Mitbegründer der Sektion Musik. Bis zu seinem Tod wohnte und wirkte er in Berlin.