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Carl Andreas Göpfert

1768-1818

geboren in Rimpar bei Würzburg, lernte Gesang, Klavier- und Orgelspiel, bevor er ab 1780 Unterricht beim Klarinettenvirtuosen Philipp Meißner nahm. 20-jährig bekam er eine Anstellung als erster Klarinettist in der Meininger Hofkapelle und wirkte dort ab 1793 als Hofkapellmeister. Außerdem leitete er in Bad Liebenstein, der herzoglichen Sommerresidenz, die Harmoniemusik des Militärcorps, d.h. die Begleitung bei Bällen, Redouten und Tafeln. Seine kompositorische Tätigkeit wurde kaum gefördert, wenngleich seine Werke ebenso wie Virtuosität geschätzt waren. Als Leibeigener des Herzogs war er ein weitgehend rechtloser Diener. Die Versuche einer musikalischen Weiterbildung scheiterten an der Engstirnigkeit des Dienstherrn, der Göpferts mehrfache Bitten um eine Studienreise nach Wien ablehnte. Göpfert starb in Meiningen. Eine Vielzahl seiner lange unbeachteten Konzert- und Harmoniemusiken ging zu großen Teilen verloren.