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Martin Luther

1483-1546

Der in Eisleben geborene und ebenda verstorbene Theologe und Reformator hatte innerhalb der Ausbildung in den sieben freien Künsten elementaren Musikunterricht und sicherlich auch Chor­dienst. Über deren Einzelheiten sowie Lehrbücher, die er an der Erfurter Artistenfakultät studierte, gibt es keine Quellen. Bekann­ter­maßen lernte er damals das Lautenspiel und Tabulieren und praktizierte später Musik, insbesondere Gesang, in seinem Haus. Von 1523 an verfasste er unzählige Kirchenlieder auf der Basis der Bibel, insbesondere der Psalmen, sowie der altkirchlichen Gesänge, für den Gottesdienstgebrauch und Schulkantoreien. Zu einigen seiner Lieder verfasste er eigene oder bearbeitete überkommene Melodien und vertonte auch Teile der Deutschen Messe, die neben seiner Bibelübersetzung und seinem deutschen Kirchenlied für die reformatorische Bewegung entscheidend war. Überliefert ist eine mehrstimmige Komposition Luthers, die vierstimmige Motette Non moriar sed viuam (Ps 118,17).