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Friedrich Wilhelm Marpurg

1718-1795

war einer der führenden Musiktheoretiker, -kritiker und -historiker des späten 18. Jahrhunderts. Geboren auf dem Rittergut Wendemark (Brandenburg), bekam er eine gute Ausbildung. Seit beginn der 1740er Jahre weilte er als Sekretär des dilettierenden Flötisten, Generalleutnants Friedrich Rudolf Graf Rothenburg in Paris, wo er vermutlich französische Aufklärer, namentlich d‘Alambert kennenlernte. 1763 bekam er eine Stelle bei der königlichen Lotterie, wurde deren Direktor und erhielt den Titel eines Preußischen Kriegsrates. Die meisten seiner musikalischen Publikationen erschienen 1750-1763. Zu seinen einflussreichsten Arbeiten gehören Abhandlung von der Fuge, die u.a. Beispiele aus Bachs Kunst der Fuge enthält und als älteste Quelle für deren Aufführungspraxis gilt, Handbuch bey dem Generalbasse und der Composition sowie die Übersetzung von d‘Alemberts Eléments de musique, die die deutsche Rameau-Rezeption begründete. Marpurg verstarb in Berlin. Er komponierte vorwiegend für Cembalo und Orgel sowie Vokalmusik.