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Johann Gottfried Schicht

1753-1823

stammte aus Reichenau bei Zittau. Musikalisch ausgebildet, begann er 1776 das Jurastudium in Leipzig, wo er zugleich in den von Johann Adam Hiller veranstalteten Konzerten (Großes Concert) mitwirkte. Auf Hillers Anraten wechselte er zur Musik über. Seit 1781 spielte er Violine im Gewandhausorchester, wurde 1785 in Hillers Nachfolge Gewandhaus-Kapellmeister sowie Musikdirektor der Neukirche. 1802 gründete er und leitete in den Folgejahren die Leipziger Sing-Akademie. Es folgten die Ernennung zum Uni­ver­sitätsmusikdirektor und 1810 die Berufung zum Thomas-Kan­tor. Diese Stellung behielt er bis zu seinem Tod. Schicht hinterließ geistliche und weltliche Vokalkompositionen sowie Unter­richts­werke. Als Herausgeber einiger Bachschen Motetten und Choral­vorspiele trug er zur Bach-Renaissance im frühen 19. Jh. bei.