Home Verein STRASSE DER MUSIK Musikfest UNERHÖRTES MITTELDEUTSCHLAND Tag der HAUS- UND HOFMUSIK PRESSE KOMPONISTEN

Grusswort Stephan Dorgerloh

Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt

 Grusswort Stephan Dorgerloh


Liebe Konzertbesucher,
liebe Musikfreunde,

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht”, fand schon Franz Kafka. Auf das Musikfest übertragen heißt das: Musik entsteht beim Hören! Zum musikalisch unerhörten Mitteldeutschland möchte ich Sie sehr herzlich einladen.

Erstmalig auf den Weg begeben hat sich das Musikfest Unerhörtes Mitteldeutschland bereits im Jahr 2011. Nach gelungener Premiere und entdeckungsreichen Programmen sowie experimentierfreudigen Arrangements erlebt „Unerhörtes Mitteldeutschland“ bereits seine vierte Auflage. Und zu erschließen gibt es hier einiges: Weit über 1000 Komponisten, deren Werke wenig oder gar nicht bekannt bzw. in Vergessenheit geraten sind, haben die Initiatoren und engagierten Mitglieder des Vereins „Straße der Musik“ inzwischen auf dem Gebiet der heutigen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wiederentdeckt und zum Teil auch schon zum Klingen gebracht. Damit leistet der Verein einen wichtigen Beitrag zur Förderung der mitteldeutschen Identität und zur Stärkung des Zusammenhalts der Regionen.

Ein schönes Beispiel für bürgerliches Engagement wird ganz gewiss der Tag der Haus- und Hofmusik in Halle sein, der quasi als musikalischer Auftakt des Musikfestes in der Neuen Residenz, in Privathäusern, Gärten, Büroetagen, Höfen, Galerien oder Foyers veranstaltet wird. Dazu sind Solisten, Ensembles, Orchester, Chöre, Laien ebenso wie Profis zum Mitmachen eingeladen.

Insgesamt zehn Tage haben Freunde der „Unerhörten Musik“ Gelegenheit, auf Entdeckungsreise zu gehen – nicht nur in Halle oder Magdeburg, Leipzig und Dresden, sondern auch in Teuchern, Hettstedt, Langenbogen, Schmalkalden und vielen anderen Orten in Mitteldeutschland.

Begeben wir uns also alle gemeinsam auf den Weg – zur „Unerhörten Musik“ in Mitteldeutschland und machen wir dabei die Ohren auf, denn das bisher Unerhörte hat es verdient.


Stephan Dorgerloh
Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt

Grusswort Daniel Schad

Vorsitzender STRASSE DER MUSIK e.V.

 Grusswort Daniel Schad


Werte Musikliebhaber,

Von den über 1300 Komponisten, die in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seit Martin Luther gewirkt haben gibt es reichlich Schätze zu entdecken. Bei unserem vierten Musikfest „Unerhörtes Mitteldeutschland“ bieten wir Ihnen eine bunte Palette unbekannter und hörenswerter Musik. Das Spektrum der 14 Konzerte reicht dieses Jahr vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Spitzen-ensembles und Interpreten aus Köln, Bremen, Leipzig, Dresden, Halle und Magdeburg garantieren Ihnen Hörvergnügen mit bleibenden Erinnerungen.

Ich bedanke mich bei den Förderern, Unterstützern, Kooperationspartnern, dem Organisationsteam und den Künstlern für ihre Hilfe und ihr Entgegenkommen. Erstmalig können wir uns auch auf politische Unterstützung für das Musikfest Unerhörtes Mitteldeutschland aus allen drei Bundesländern freuen. Das Musikfest, organisiert von unserem Verein STRASSE DER MUSIK, zeigt auch touristische Perspektiven auf: nirgendwo auf der Welt gibt es eine solche Dichte an Geschichte(n): Religion und Architektur, Siedlung und Industrie, Sprache und vor allem die Musik haben hier Spuren von weltweiter Bedeutung hinterlassen. Dieses Erbe ist uns Verpflichtung und gibt uns Orientierung für die Zukunft.

Seien Sie gespannt und freuen Sie sich auf unbekannte (Musik-) Geschichten. Genießen Sie Kostbarkeiten an musikhistorisch reizvollen und bedeutenden Orten.

Ich freue mich auf aufgeschlossene, neugierige Besucher und bedanke mich für Ihr Interesse an einem jungen Musikfest.


Daniel Schad
Vorsitzender STRASSE DER MUSIK e.V.

Grusswort Christoph Matschie

Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur

 Grusswort Christoph Matschie


Musik aus Mitteldeutschland soll ein Vergnügen für jedermann sein. Das Musikfest „Unerhörtes Mitteldeutschland“ lässt die Werke bekannter und vergessener mitteldeutscher Künstler an 14 Orten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erklingen. Die historische Aufführungspraxis – in Kirchen, Schlössern, Museen – mit renommierten Ensembles und Interpreten machen den besonderen Reiz dieses Musikfestes aus. Die Organisatoren vom Verein „Straße der Musik“ haben sich erneut als Schatzgräber im besten Sinne verdient gemacht. Sie zeigen, dass Mitteldeutschland eine überaus vielfältige musikalische Tradition hat – über Bach, Händel, Telemann und Schütz hinaus.

Thüringen ist, zusammen mit Sachsen und Sachsen-Anhalt, stolz auf diesen kulturellen Reichtum. Wir pflegen dieses Erbe an authentischen Stätten, auf Festivals, in Musikwettbewerben. Kultur hat in Thüringen einen hohen Stellenwert. Wir haben die Investitionen in den Kulturbereich erhöht.

Wir geben Kultur eine Zukunftsperspektive mit dem Thüringer Kulturkonzept, das wir gemeinsam mit den Kultur-
schaffenden erarbeitet haben.

Ich wünsche dem Musikfest „Unerhörtes Mitteldeutschland“ 2014 Erfolg und seinen Zuhörern viele Neuentdeckungen.



Christoph Matschie
Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Grusswort Sabine von Schorlemer

Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen

 Grusswort Sabine von Schorlemer


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde,

im Zeitalter großer medialer Events und eines Starkults, auch in der Musikwelt, ist es ein wohltuendes Signal für eine Besinnung auf die regionalen Wurzeln, wenn die vielen, in unseren Regionen ehemals lebenden und wirkenden Komponisten wieder gehört werden. Es waren nicht zuletzt die in den Kirchgemein-den wirkenden Organisten und Kantoren, die für eine Basis musischer Bildung und Praxis in der Bevölkerung sorgten. Aus ihnen gingen regional, aber auch überregional bekannte Musiker und Komponisten hervor. In Einzelfällen haben sich auch international anerkannte Künstlerpersönlichkeiten herausgebildet. Und meist sind es eben die Letzteren, die bis heute „gehört“ werden.

Den einem breiteren Publikum eher unbekannteren Komponisten widmet sich das Musikfest „Unerhörtes Mitteldeutschland“ in besonderem Maße. Der Auftakt des 4. Musikfestes findet in Zittau im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz, in dem das Große Zittauer Fastentuch von 1472 ausgestellt ist, statt. Es erklingen u. a. Werke des Freiberger Domkantors Christoph Demantius und des in Zittau geborenen Komponisten Melchior Frank, dem auch die Ursprungsversion des Weihnachtsliedes „O Tannenbaum“ zugeschrieben wird.

Zweiter von drei sächsischen Spielorten des Musikfestes ist die Grieg-Begegnungsstätte in Leipzig, eine Station der „Leipziger Notenspur“. Hier werden „Unerhörte Skandinavier“ erklingen, wobei der gebürtige Norweger Edvard Grieg selbst zweifellos zu den viel gehörten Komponisten und Pianisten des zwanzigsten Jahrhunderts zu zählen ist. Grieg studierte am Konservatorium Leipzig Klavier und Komposition, fühlte sich dieser Stadt zeitlebens tief verbunden und kehrte immer wieder hierher zurück. Sind wir also neugierig gespannt, wie die unbekannteren Skandinavier klingen.

Ich wünsche dem 4. Musikfest „Unerhörtes Mitteldeutschland“ ein großes und aufgeschlossenes Publikum, das notwendige Interesse vieler Musikfreunde nicht nur aus Mitteldeutschland, viele hörenswerte Klangerlebnisse und in diesem Sinne viel Erfolg!


Sabine von Schorlemer
Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen