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01.
Stadtsingechor zu Halle |
Clemens Flämig | Axel Gebhardt

Unerhörter Stadtsingechor zu Halle – Wandelkonzert durch drei Kirchen

Freitag | 17. Juni 2016 | 19:00-22:00 Uhr
Halle (Saale)
19:00 Uhr Dom | 20:00 Uhr Marktkirche | 21:00 Uhr Moritzkirche
Wandelkonzert zum 900. Jubiläum des Stadtsingechores zu Halle
Axel Gebhardt (Continuo Orgel)




Teil 01 | 19:00 Uhr | Dom | Knabenchor

Mein Seel, o Herr, muß loben dich (Lobgesang der Maria)
 
Johann Hermann Schein 1586-1630   
Herr Gott, dich loben alle wir
Geistliches Konzert aus Opella nova, Nr. 28
 
Antonio Lotti 1667-1740
Missa a tre voci Kyrie
 
Litaniae Lauretanae in G Kyrie
 
Laudate pueri
 
Uraufführung Teil 01: Zeit und Ewigkeit
 
Christian Heinrich Rinck 1770-1846                 
Abend wird es wieder Satz: Uwe Henkhaus *1958


Teil 02 | 20:00 Uhr | Marktkirche | Männerchor

Thomas Selle 1599-1663
Confitemini Domino
 
Antonio Lotti 1667-1740
Missa a tre voci Credo
 
Barmherzig und gnädig ist der Herr
 
Uraufführung Teil 02: Zeit und Ewigkeit
 
Abend wird es wieder Melodie und Satz nach Adam


Teil 03 | 21:00 Uhr | Moritzkirche | Gesamtchor

Uraufführung Teil 03: Zeit und Ewigkeit
 
Und ob ich schon wanderte im finstren Tal op. 31,1
 
Meine Seel‘ ist stille zu Gott op. 53,1
 
Am Neujahrstage, op. 79,2
 
Meine Seele harret auf dich
 
Wo man singt, da lass dich ruhig nieder aus: Nongenti
Auftragswerk zum 900-jährigen Jubiläum
des Stadtsingechores
 
Adam Krieger 1634-1666 | Max Reger 1873-1916
Nun sich der Tag geendet hat
Text Strophe 1 und Melodie Adam Krieger
Text Strophen 2-4 Johann Friedrich Herzog
Satz Strophe 1-2 Volker Hempfling nach Krieger
Satz Strophe 3-4 Max Reger


Das Konzert wird unterstützt durch:

Karten 15 | 12 €

Eintrittspreis gilt für das gesamte Wandelkonzert, keine Ermäßigung für Teilbesuche!
 
Theaterkasse Halle
Tel. 0345 511 07 77
 
an allen Vorverkaufsstellen der TiM Ticket GmbH in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen oder über
die TiM Ticket Hotline: 0345 202 9771
www.sz-ticketservice.de  oder
www.tim-ticket.de
 
www.stadtsingechor-halle.de
 
Straße der Musik e.V. | Hegelstraße 73
06114 Halle (Sa.) | Tel. 0345 517 41 70
 
Abendkasse vor Ort
 
HIER: ONLINE-KARTENBESTELLUNG

Dom zu Halle

Dom zu Halle

Das schlicht anmutende Bauwerk wurde vom Bettelorden der Dominikaner als Klosterkirche mit Mittelschiff und schmalen Seitenschiffen ohne Türme und Querhaus gebaut. 1330 war es fertig gestellt. Die Bezeichnung als Dom erhielt die Kirche bereits im Mittelalter, obwohl in Halle kein Bistum seinen Sitz hatte und über einen Dom verfügte. Aber es residierten bereits im 13. und 14. Jahrhundert die Erzbischöfe von Magdeburg als Landesherren der Stadt. Mit einer äußerlichen Umgestaltung der Kirche beauftragte der Magdeburger Erzbischof Kardinal Albrecht von Brandenburg um 1520 den Baumeister Bastian Binder. Als markanteste Veränderung baute dieser einen Giebelkranz vor das Dach.

Marktkirche
Unser Lieben Frauen zu Halle

Marktkirche Unser Lieben Frauen zu Halle

Die Marktkirche ließ Kardinal Albrecht im 16. Jahrhundert erbauen. Sie zählt zu den jüngsten mittelalterlichen Kirchen der Stadt und zu den bedeutendsten im Stile der Spätgotik erbauten Gotteshäuser in Mitteldeutschland. Die vier begrenzenden Türme und der Rote Turm gegenüber bilden das Wahrzeichen Halles – die Stadt mit den fünf Türmen. Imposant ist der weite Hallenraum mit 88 Metern Länge und dem breiten Mittelschiff. 20 Achteckpfeiler stützen das Netz- und Sternengewölbe. Der hölzerne Altar aus der Schule Lucas Cranachs dem Älteren, das auf vier Heiligenfiguren stehende bronzene Taufbecken, an dem Georg Friedrich Händel kurz nach seiner Geburt 1685 getauft wurde, eine schmuckvolle Kanzel aus Sandstein gehören zu der überaus reichen und prächtigen Ausstattung der Kirche. Von Martin Luther, der mehrmals in der Marktkirche gepredigt hat, ist eine Totenmaske zu besichtigen.

Hinter dem historischen Prospekt auf der Westempore der Kirche baute die Firma Schuke 1984 eine neue große Orgel, während sich auf der Ostempore, noch sehr gut erhalten und spielbar, die einmanualige Reichelorgel aus dem Jahre 1664 befindet. Georg Friedrich Händel erhielt auf dieser Orgel Unterricht beim damaligen Kantor und Komponisten Friedrich Wilhelm Zachow. Auch die große ursprüngliche Orgel strahlte auf mitteldeutsche Komponisten. Johann Sebastian Bach weihte sie im Jahre 1716 ein und sein Sohn Wilhelm Friedemann Bach war von 1746 bis 1764 als Organist an der Marktkirche tätig.

Moritzkirche zu Halle

Moritzkirche zu Halle

Mit der Kirche St. Moritz begann die spätbürgerliche Hallenbaukunst in Mitteldeutschland. Auffallend ist der ältere, sehr dekorative östliche Teil der Kirche, während der westliche Teil in die Stadtmauer integriert, fast hundert Jahre später gebaut, wesentlich schlichter ist. Im Innenraum der Kirche wird der Betrachter von bedeutenden Ausstellungsstücken wie Steinskulpturen, dem spätgotischen Hochaltar und der Renaissancekanzel beeindruckt.

Im 12. Jahrhundert wurde St. Moritz die Pfarrkirche der südlichen Altstadt und zugleich Stiftskirche der Augustiner-Chorherren. Zu erwähnen ist, dass St. Moritz die Pfarrkirche der für die Stadt bedeutenden, international wirkenden Salzwirker wurde. Später ist sie Klosterkirche der Dominikaner und ab 1542 lutherisch geworden. Z.Zt. wird die Kirche von der römisch-katholischen Kirche genutzt. Die Kirchenmusik spielt in St. Moritz eine große Rolle, und dies nicht zuletzt durch die 1925 eingebaute große spätromantische Orgel aus der Werkstatt des Orgelbauers Sauer.